grauenfruppe

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foto: © michael michlmayr




AUTODESTRUKTION

Teil 1: Austrodestruktion

Die grauenfruppe bringt:
Vernichtendes aus dem Land der Keller
mit schlagkräftigem Intermezzo und lustvollem Abschluss

Café Tachles, Karmeliterplatz 1, 1020 Wien
Dienstag, 24. November 2009, 20 Uhr


gefördert durch:


foto: © michael michlmayr



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GESTADTEN? GRAUENFRUPPE!
Im Rahmen der Ausstellung „Stadt und Frauen“ in der Wienbibliothek im Rathaus

Eine Literarische Performance der grauenfruppe = daniela beuren, elke papp, karin seidner, martina sinowatz


23. April 2009, 19:30 Uhr
Das gleiche Programm wurde auch am 8.11.2009 im Verein Station Wien aufgeführt.

Die Performance wurde gefördert von:


Frauenstadt? Stadtfrauen?


Vier Frauen erleben die Stadt. Frei nach dem Motto „The Second Sex and the City“ untersucht die grauenfruppe, ob und wo die Stadt Platz hat für das andere Geschlecht. Am Beispiel Wiens weisen vier stadterprobte Autorinnen und Performerinnen (Daniela Beuren, Elke Papp, Karin Seidner, Martina Sinowatz) auf gefährliche Phallen der patriarchalen Urbanität hin, markiert werden diese von zu vaginalen Verkehrszeichen adaptierten Muschiobjekten der Künstlerin Monika Herschberger. Quer über den Stadtplan gehen sie der Frage nach, wie sich Frauen aus der Rolle der ewigen Zweiten und Urbanisierungsverliererinnen befreien können. (Wie erleben sie die Stadt? Ist es eine Stadt für Frauen? Warum müssen „sichere“ Frauenparkplätze, mehr Beleuchtungen, Kinderspielplätze errichtet werden, um die Stadt frauengerechter/kindergerechter zu gestalten? Ist die Stadt eigentlich eine Männerstadt und warum müssen sich Frauen in einer solchen fürchten?)
Eine der Frauen reist ab, um in anderen Städten (Leipzig, Cambridge) zu leben, lieben und gebären. Die Kommunikation über die Distanz erfolgt elektronisch, per Post oder Telefon. Sie kommt auf Besuch. Hat sich ihr Blick verändert? Ist es ein Blick „von außen“ geworden? Unterscheidet er sich von dem der anderen „von innen“?
In (stillen und bewegten) lebenden Bildern fordert die grauenfruppe das Publikum auf, sie auf ihren Wegen zu begleiten, von einer Station zur nächsten. Sich zum Anachronismus bekennend entdecken sie einen der wenigen verbliebenen Paternoster, eine schöne Bibliothek mit Galerien, die Nischen einer Ausstellung …



foto: © Eva Brenner

Nächste Station: Wienbibliothek. Steigen Sie ein!
grauenfruppe
Gestadten? grauenfruppe, das stadtbekannte Autorinnen- Kollektiv. Seit 1995 beste Perfomancequalität, unverändert trotz Wirtschaftskrise. Viele Etablissements in Wien und anderen Städte unsicher gemacht. Preise eingeheimst, Veröffentlichungen auf den Markt geworfen. Immer noch aktuell: „Das Lexikon der Lust“ der grauenfruppe. Ein Ende ist nicht abzusehen! www.grauenfruppe.at

Fotodokumentation der literarischen Performance Gestadten
in der Wienbibliothek im Rathaus


foto: © michael michlmayr



foto: © michael michlmayr

 


foto: © michael michlmayr

 

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Live Zeichenperformance von Monika Herschberger


" Phalle" © Monika Herschberger

 


"Muttertier" © Monika Herschberger





Auf 6 gebt 8!
Bewegte Frauen
Mehr als 6 Höhepunkte der grauenfruppe


1070 Wien, Kirchengasse 44
im Rahmen von 68 - Fleischerei im Mai 08

Daniela Beuren, Elke Papp, Karin Seidner, Martina Sinowatz
unter Mitwirkung von Monika Herschberger
und dem Kind Béla Papp
Video: Martina Eder

zu weiteren Bildern der Performances / more pictures


Monika Herschberger: Rote Blüte, Objekt

 

 

Where have all the muschis gone?
Weil Wien die (sexuelle) Befreiung der Frau im Mai 68 nicht erleben durfte/wollte, wird sie am 6. Mai ab 8 Uhr in der Fleischerei nachgeholt:
Das Autorinnen- und Performerinnenkollektiv grauenfruppe, selbst zu jung, um dabei gewesen zu sein, geht auf energiegeladene Weise der (eigenen) Emanzipation auf den Grund.
Im Kampf für und im Wettstreit um die Muschis zeigen vier Frauen (und zeitweise ein Kind), was sie 68 heute noch angeht und wie sie 68 heute angehen: nicht frontal, sondern in der provokanten Auseinandersetzung mit sich als Individuen in einem Kollektiv und dem Publikum.


„Muschis on tour“:
Ein Stationen-Frühstück spielt lustvoll mit der politisch/persönlich/psychotherapeutischen Bewältigung weiblichen Alltags-Chaos.
Die bildende Künstlerin Monika Herschberger gibt ihren Muschi-Objekten (Dia-Show im Keller) subjektive Namen und erzählt über ihre Geschichte.
Die vier Autorinnen und Performerinnen demonstrieren in einer Straßenaktion mit eigenen und fremden Texten „für die kollektive Hausarbeit und gegen die Familie“.
Es ist noch lange nicht aller Tage Abend: die grauenfruppe wird des Performens in der und rund um die Fleischerei nicht müde: gemeinsames Kochen und Picknicken mit dem Publikum, paraphrasierende Protest-Lieder, ein teach-in zum Thema „Frauen und Performance“, performative Höhepunkte zur „freien Liebe“, ein perform-in zum „kollektiven Kunst Machen“ beim allgemeinen Abendessen.
Ab 22 Uhr kulminiert die emanzipatorische Energie bei einer Party im Keller mit heißen Scheiben.
Visuelle Unterstützung leistet während des ganzen Programms Martina Eders Videoschleife von der grauenfruppe.

 

May 6th "Gimme a 6 – gimme an 8! Women in Motion“ grauenfruppe (A)

Daniela Beuren, Elke Papp, Karin Seidner, Martina Sinowatz, special guest: Monika Herschberger, introducing Béla Papp, video: Martina Eder. “Where have all the Muschis gone?“ As Vienna would (or could?) not welcome women’s (sexual) liberation in May 1968, it will happen at FLEISCHEREI in 2008, on the 6th day of May, as of 8 am. grauenfruppe, a collective of four women authors and performers who were too young then to be active in the rebellion themselves, follow (their own) liberation with good vibes and commitment. Fighting for and competing with Muschis (pussies), the four women, at times supported (?) by a child, show what 1968 means to them today and how they approach the theme: not (only) via teach-ins but rather in a provocative confrontation with their situation as individuals in a collective and with the audience. Several breakfast settings invite the audience to share the pleasurable experience of the political/personal/psychotherapeutic struggle that women face every day. “Muschis on tour“: During a beamer show in the basement, Monika Herschberger, visual artist, calls her Muschi objects by name and tells their

 


Auf 6 gebt 8! Bewegt euch!
Informationen zu „Achtundsechzig … Imagine all the people …“ 6 Tage und 6 Nächte wohnen und arbeiten in der FLEISCHEREI: www.experimentaltheater.com

 


 


Welcome to our project space!
Eine Performance in anderen Umständen


von Elke Papp und Karin Seidner
im Projectspace der Kunsthalle Wien,
1040 Wien, Karlsplatz
am 30.1. um 20h
und am 1.2. um 10.30h sowie um 20h

gefördert durch das



foto: © michael michlmayr

 


foto: © michael michlmayr




foto: © michael michlmayr




foto: © michael michlmayr

 


foto: © michael michlmayr



foto: © michael michlmayr

 


foto: © michael michlmayr

 


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foto: © michael michlmayr

 


foto: © michael michlmayr

 


foto: © michael michlmayr

 


foto: © michael michlmayr

 


foto: © michael michlmayr

 


foto: © michael michlmayr

Weitere Fotos der Performance:

Projektbeschreibung

Zwei Frauen und die natürlichste Sache der Welt.
Die eine hat sie schon (mehrfach) hinter sich, die andere noch vor sich.
Die eine ist als Grenzbeamtin des Mama-Landes postiert, das nur mit Mutter-Kind-Passbetreten werden darf und macht einen Mutter(sprach)test. Sie ist auch die gute Freundin, die alles weiß und trotzdem (nicht) gescheiter(t?) ist, die warnende/beruhigende Stimme.
Die andere bewegt sich mit ihrem wachsenden Bauch, solange sie noch kann!, als Solo(!)performerin im Raum, in dem (Sprach)Bilder vom Mama-Leben ge/erzeugt werden.
Darunter: Live-Bilder: die Frau mixt sich ihr eigenes Fruchtwasser und lädt zur Verkostung ein! Mhh, das schmeckt!
Darunter: Ein Videofilm: „Ist ja eh schon wurscht. Eine Alltags-Austragung“ von und mit Elke Papp und Karin Seidner. Kamera und Schnitt: Detti Vollkorn. Inspiriert vom Leben und Schreiben Sylvia Plaths.
Weiters: Projektionen der bildbearbeiteten Schwangerschaftskörper der beiden Performerinnen und Autorinnen: wer trägt wen aus? Wie wächst der eigene Leib in den der anderen, in den Raum hinein?


fotos: 1© martina eder + kurt treiber 2 © michael michlmayr

Liebeswehen und deren Folgen:
Das Publikum erlebt im Unterleibstheater: einen wachsenden Liebesleib, der vielen anderen wachsenden Liebesleibern begegnet aber auch dem Leid liebloser Leiber, die mit Fragen löchern: wann ist es denn soweit, was wird es denn, ist es das erste? Darf ich mal! (Bauch greifen).All diesen Fragen wird nicht mit Antworten gedient, sondern mit Texten, in denen das Mutter-Werden, das Mutter-Sein als gesellschaftliches Ereignis seziert und mitunter auch parodiert wird, mit allem, was eben so zum ganzen Mama-Paket dazugehört:
Vorgeburtliches wie Nachgeburtliches, alles zur Sorge, von der Vorsorge zur Obsorge, von der Nachsorge zur Fürsorge, vom Umsorgen und Versorgen bis hin zum Entsorgen.
Die Kunst muss sein! heißt es im Videofilm „Ist ja eh schon wurscht.“
Wer macht sich Sorgen um das Wachsen der Kunst, wer verschreibt einer Frau Vitamine, damit ihre Kunst wachsen kann?
Kunst als Ort der Austragung, des über sich selbst hinaus Wachsens. Ein Projekt-Raum der besonderen, immer wieder gefährdeten Art.
Jenseits von privatisierender Introspektion entsteht der Ultraschall einer Gesellschaft, die noch in ihrem alten Fruchtwasser schwimmt (so viele exotische Früchte sie auch schon zu kennen glaubt) und in der die Vereinbarkeit von verschiedenen (Frauen)Leben noch immer so schwer möglich scheint.

 




SIGMUND FREUD UND HANNAH ARENDT
Literarische Performance für4 Traumfrauen und eine Couch



foto: © michael michlmayr 2006



foto: © michael michlmayr 2006




foto: © michael michlmayr 2006



foto: © michael michlmayr 2006



foto: © michael michlmayr 2006



foto: © michael michlmayr 2006



foto: © michael michlmayr 2006



foto: © michael michlmayr 2006

 


foto: © michael michlmayr 2006

 




STIFTER EXPLOSIV


foto: © Veit Macke


EINE PERFORMANCE DER GRAUENFRUPPE, IN DER DAS SANFTE GESETZ STIFTERS AUSBRICHT


„Es ist ein Gewitter im Anzuge“ heißt es dräuend in Stifters Nachsommer. Anstatt die bedrohliche Stimmung zu entladen, entwirft Stifter die literarische Idylle eines von Leidenschaften befreiten Lebens, in dem Frau und Mann einander ebenbürtig und sanft zugeneigt sind.

An eben dieser Idylle kratzen die vier Autorinnen
Daniela Beuren, Elke Papp, Karin Seidner und Martina Sinowatz
,
die gemeinsam als grauenfruppe einschlagen.

An verschiedenen Stationen fordern die Künstlerinnen mit eigenen Texten und szenischen Bildern Stifters Werk zum Dialog heraus, dringen in sein Utopia ein. Ob sie dort das reine Herz finden, das der Ruhestifter sucht?
Das Autorinnen- und Performerinnenkollektiv grauenfruppe besteht seit 1995 und verfolgt das avantgardistische Prinzip der zufälligen und assoziativen Montage in Text und Aktion.

Auftritte u. a. im Museumsquartier, Ensemble-Theater, Kosmos Theater, Amerlinghaus, Porgy & Bess, Radiokulturhaus, Literaturhaus Wien, Stifterhaus Linz. Die grauenfruppe erhielt das DramatikerInnen-Stipendium Nenzing 2003 und wurde mit dem SIEMENS-Literaturpreis 2003 ausgezeichnet. Demnächst erscheint erscheint „Das Lexikon der Lust“ mit Zeichnungen von Linda Wolfsgruber in der Bibliothek der Provinz.
Künstlerische Beratung: Beate Göbel



foto: © ossifant 2005

 


foto: © Veit Macke

 



foto: © michael michlmayr 2005


foto: © michael michlmayr 2005

 


foto: © michael michlmayr 2005

 


foto: © michael michlmayr 2005

 


foto: © michael michlmayr 2005

 

Weitere Bilder der Performance in der Fleischerei Wien

Fotos von Michael Michlmayr

Dass dank der grauenfruppe mit Stifter über Stifter gelacht werden kann, zeigt auch der folgende Artikel
aus der "Wiener Zeitung"
von Petra Rathmanner vom 02.12.05:

Was Wer Wo Wie "Stifter explosiv"


Entstaubter Klassiker. Schickt Stifter in die Küche!
Von Petra Rathmanner


"Ein Gast ist da", so freundlich wird jeder Theaterbesucher beim Eintreten in die "Fleischerei", einem kleinen Theaterlokal in der Kirchengasse, begrüßt. Vier Performerinnen stecken in strahlend weißen Schutzanzügen mit Kapuzen, sehen aus wie Reinlichkeitsapostel in einem Hochsicherheitslabor und rezitieren mit heiligem Ernst Zitate von Adalbert Stifter.
Schon nach wenigen Minuten steht fest, dass sich die Performance "Stifter explosiv" erfrischend respektlos und herrlich unprätentiös dem Dichter nähert, dem der Ruf eines Schwierigen anhaftet.
Vergnüglich führt der knapp einstündige Abend in das Werk des verstaubten
Klassikers ein: Neben Lesungen aus Texten des oberösterreichischen Jubilars,
dessen 200. Geburtstag heuer gefeiert wird, binden die vier Künstlerinnen der "grauenfruppe" das Publikum auf charmante und witzige Art in diese höchst ungewöhnliche Stifter-Recherche ein.
Da werden in Anlehnung an den Erzählband "Bunte Steine" ans Publikum steinförmige Kekse verteilt. Frei nach dem historischen Roman "Witiko", in dem es um einen handfesten Erbfolgestreit geht, wird eine muntere Familienaufstellung betrieben. Und so manchem Zuschauer wird ein Plastikschutz über die Schuhe gezogen; bei Stifter-Kennern weckt das Erinnerungen an den ziegelsteindicken Roman "Nachsommer", in dem die Figuren zum Schutz eines kostbaren Marmorbodens in Filzpantoffeln schlüpfen müssen.
Der laut Thomas Mann "hintergründigste Dichter" muss sich auch gefallen lassen, dass Daniela Beuren, Elke Papp, Karin Seidner und Martina Sinowatz seinen verklärten Blick auf Frauen kritisch hinterfragen und den Sauberkeitsfanatiker am liebsten schnurstracks in die Küche und zum Putzen schicken würden. Die beim Dichter fehlende Frauenperspektive reichen die vier jedenfalls mit ihren eigenen Texten und Liedern nach.
Mit Stifter über Stifter -lachen? Dieser Abend machts möglich.


Eine Pressestimme zur Performance in Klagenfurt

Kleine Zeitung, Kärntner Ausgabe, 17.10.2005
Stifter wird in die Luft gejagt

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/artikel/_731442/index.jsp

Explosives im Musilhaus: Im Rahmen der "Langen Nacht der Museen" widmet
sich die "grauenfruppe" Adalbert Stifter und kratzt an dessen Idyllen.
MARIANNE FISCHER


Am Anfang stand ein Tippfehler, mittlerweile ist der Name Programm: Die "grauenfruppe", ein vierköpfiges Frauen- und Schreibkollektiv, legt im Rahmen der "Langen Nacht der Museen" im Musil-Institut einen Sprengsatz.
"Stifter explosiv" ist eine Performance, mit der das Stifter´sche Idyll eines von allen Leidenschaften befreiten Lebens in die Luft gejagt werdensoll.

Eine der literarischen Täterinnen kommt aus Kärnten: Martina Sinowatz, studierte Germanistin und Romanistin, ist in Klagenfurt aufgewachsen und seit zehn Jahren Mitglied der "grauenfruppe". In das Stifter-Projekt
bringt sie einerseits ihre Abneigung gegen die "vielen reinen Herzen" in dessen Literatur ein, gleichzeitig ist die freiberufliche Lektorin aber von seiner Sprache begeistert: "Einige Prosasätze klingen wie Gedichte",
so die 47-jährige. Und auch der Gender-Aspekt spielt eine wesentliche Rolle: "Die Frauen sind immer positiv, oft aber sehr idealisiert dargestellt", weiß Sinowatz.
An verschiedenen Stationen stellen die vier in Wien lebenden Unruhe-Stifter-innen eigene Texten und szenische Bilder dem Werk des Ruhe-Stifters gegenüber.
Die eigenen Texte schreibt jedes Viertel - neben Sinowatz sind das Daniela Beuren, Elke Papp und Karin Seidner - erst einmal alleine, danach wird gemeinsam montiert und hin und wieder auch heftig über persönliche
Vorlieben und stilistische Aversionen diskutiert. Diese (explosive) Arbeit wurde unter anderem mit dem Siemens-Literaturpreis 2003 ausgezeichnet und kann demnächst auch im "Lexikon der Lust" (Bibliothek der Provinz)nachgelesen werden.


Weitere Bilder der Performance im Adalbert-Stifterhaus Linz


Fotos von Reinhard Winkler


"Stifter Explosiv" wird
unterstützt von


 

 


WIR MUSEN AN DIE FRONT

Ursprünglich wurde die literarische Performance "Wir Musen an die Front" als Ausstellungsbegleitung zur Wanderausstellung "Musen an die Front. Schriftsteller im 1. Weltkrieg" konzipiert
Wegen großen Interesses an unserer literarischen Performance , einer kritischen Auseinandersetzung mit Schriftstellerinnen im 1.Weltkrieg, werden wir dieses Programm wiederholen.


Berta von Suttner "Die Waffen nieder!", Alice Schalek "Tirol in Waffen": Frauen beziehen Stellung - als Pazifistin oder als "Kriegsgreuel" (Karl Kraus), kämpferisch wie Helene von Druskowitz oder mitleidend wie Enrica von Handel-Mazzetti und Else Feldmann, engagiert wie Rosa Mayreder und Auguste Fickert, reflektierend wie Hilde Spiel. Welche Rolle spielten die Frauen im Kriegstheater? Sanfte Musen oder Mörderinnen der Männlichkeit?
Einerseits waren die Kriegstage ein Endzeiterlebnis ungeahnter und heute oft zu wenig bedachter Grausamkeit, andererseits bedeuteten sie auch einen Aufbruch in doppeltem Sinn: Das Korsett fiel und neue Wege schienen sich den Frauen zu eröffnen.

Heute ist das Korsett wieder in Mode gekommen.
Im globalen Krieg und Terror und ihrer medialen Aufbereitung wird es wieder enger.
Die grauenfruppe sprengt herkömmliche Kriegs = Körpermetaphern mit (de)montierten Textbildern, die zu einem Teil von Schriftstellerinnen und Pionierinnen aus der Habsburger Monarchie stammen und zum anderen Teil von der grauenfruppe.

Habt Acht! Wir agieren anti-frontal!

Daniela Beuren, Elke Papp, Karin Seidner, Martina Sinowatz
"Wir Musen an die Front"
performative (De)Montage
Schriftstellerinnen im/für/gegen 1.Weltkrieg
Eine kritische Positionierung der grauenfruppe
Anschließend: Gespräch mit den Künstlerinnen

 



MATHILDAS FRUCHTBARE TECHNIKEN



foto: © michael michlmayr 2005

"Mathildas fruchtbare Techniken", basiert auf dem Siegerinnen-Text des Siemens-Literaturpreises 2003.


"Der Text folgt der hypertextuellen Schreibweise, verknüpft verschiedenste Erzählebenen in Fließtext und Anmerkungen.

Er verbindet unterschiedliche Informationen, die von mathematischen Berechnungen über Lexikoneinträge, Anmerkungen zum Schreibprozess,Werbeslogans bis zum klassischen Erzählen von Vorgängen reichen. Die fragmentarische Strukturierung ist dabei Teil des Erzählten, bildet bereits die erzählte Realität ab."Mathildas fruchtbare Techniken" bietet durch die beeindruckend konsequente Durchhaltung des Fragmentarischen eine aktuelle Sicht auf unsere Welt. Mathilda, die Protagonistin, wird biologisch-wissenschaftlich, im körperlichen Empfinden, im Wahrnehmen der Realität und im Reflektieren des Aufgenommenen als umfassende Repräsentantin der Weiblichkeit gezeigt.

Die Autorinnen liefern damit ein hochgradig komplexes Werk in einer fesselnden, aktiv haltenden Form, verbinden erzählerisch Phantasievolles und Zitate der Realität in distanziert humorvoller Weise." (Auszug aus einer Empfehlung von Barbara Sinic, Bibliothek der Provinz)

MATHILDA MACHT FORTSCHRITTE

 


foto: © Alison Boston

 


foto: © Alison Boston

 


foto: © Alison Boston

 


foto: © Susi Bukovec

 


foto: © Susi Bukovec

 


 


FAMILIENKRIEG


© : sfd / max moser


Eine Auseinandersetzung mit psychischen Auswirkungen von gesellschaftlich verankerter Gewalt.

"die mutter hat ihre große liebe nicht gekriegt/die hat eine andere gekriegt/sie hat die depression gekriegt/
und eine familie" (Zitat aus einem Gstanzl von Elke Papp)


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